Archiv der Kategorie: Strommarkt

10. Dezember 2024

World Energy Outlook 2024

Der World Energy Outlook (WEO) ist die jährlich erscheinende Publikation der Internationalen Energieagentur (IEA), in der mittel- und längerfristige Prognosen auf die globale Energieversorgung gegeben werden. Die Prognosen sind maßgebliche Quellen und anerkannte Bewertungsgrundlagen für Preisentwicklungen auf den weltweiten Energie- und Strommärkten.

Der Fokus des WEO 2024 liegt auf den wachsenden geopolitischen Risiken und der Deckung des steigenden Strombedarfs durch ein zunehmend elektrifiziertes Energiesystem bei gleichzeitiger Abkehr von fossilen Brennstoffen und anhaltenden Lieferengpässen.

Dieser enerviews+ untersucht unter Verwendung einer aktuellen enervis Strommarktmodellierung die Auswirkungen der im WEO 2024 unterstellten Commodity- und CO2-Preisprojektionen auf die Strompreisentwicklung am deutschen Großhandelsmarkt im Vergleich zum letztjährigen WEO.
Zudem wird ein näherer Blick auf die Projektion der europäischen Erdgasnachfrage und den Hintergrund der Erdgaspreisprognose der IEA geworfen.

Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

Gerne stehen wir Ihnen für Diskussionen oder Rückfragen zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Nachdruck oder Veröffentlichung, ganz oder teilweise, nur mit schriftlicher Zustimmung der enervis energy advisors GmbH. Es wird keinerlei Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der hier bereitgestellten Informationen übernommen.

27. Juni 2024

Business Cases für Lastflexibilität erkennen, analysieren und umsetzen

In den Morgen- und Abendstunden des 26.06.2024 sorgten extreme Preisspitzen für eine unangenehme Überraschung. Neben den hohen Preisen war weiterhin bemerkenswert, wie niedrig die Preise in den Stunden tagsüber lagen, als strahlender Sonnenschein dem deutschen Markt eine erhebliche PV-Einspeisung bescherte. Auch wenn in diesem Fall vermutlich ein technischer Fehler vorausgegangen war und Preisspreizungen in der Höhe die Ausnahme bleiben, nehmen Preisschwankungen an den Strommärkten zukünftig weiter zu. Durch den EE-Zubau wird es immer häufiger zu einem Wechsel zwischen sehr geringen Preisen (in Zeiten hoher EE-Erzeugung) und hohen Preisen (wenn Gas- oder Wasserstoffkraftwerke zur Deckung der Nachfrage benötigt oder sogar knapp werden) kommen.

Zur Senkung ihrer Strombezugskosten und Erhöhung ihrer Wettbewerbsfähigkeit können Verbraucher flexibel auf diese Preisschwankungen reagieren und ihre Last aus Zeiten hoher Preise in günstigere Phasen verschieben. Für den Einsatz solcher Lastflexibilitäten sind mögliche Business Cases zu evaluieren und die wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen adäquat zu berücksichtigen.

Auf Grundlage der enervis Strommarktszenarien und Tools zur Abbildung von Produktionsprozessen zeigen wir in diesem enerviews+, dass die Einsparpotenziale durch Lastverschiebung schon heute erheblich sind und in Zukunft stark zunehmen werden. In welchem Umfang diese wirtschaftlichen Möglichkeiten genutzt werden können, hängt von den individuellen technischen und organisatorischen Gegebenheiten ab. Ein intensiver Austausch mit Industrieunternehmen zu dem Thema zeigt, dass häufig schon großes technisches Flexibilitätspotenzial in den Anlagen schlummert, aber bisher häufig nur eingeschränkt genutzt wird.

Gründe dafür liegen in den Anforderungen dieser Anlagen, bei denen einerseits komplexe Produktionsketten und vertragliche Lieferverpflichtungen und andererseits die Netzentgelte eine zentrale Rolle spielen, die teilweise entgegengesetzte Anreize zu einer flexiblen Fahrweise darstellen. Berücksichtigt man jedoch gleichzeitig Strombeschaffungskosten und Netzentgelte bei gegebenen technischen und organisatorischen Möglichkeiten, kann Lastverschiebung schon heute in vielen Fällen erhebliches Einsparpotenzial in den gesamten Strombezugskosten ermöglichen.

Einen Einblick in die Perspektiven und Chancen für den Einsatz von Lastflexibilität sowie unsere Ansätze und Bewertungstools für mögliche Business Cases geben wir Ihnen in unserem aktuellen enerviews+. Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

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29. Mai 2024

Das Solarpaket 1 entpackt: Neue Flächenkulissen und zusätzliches Gebotspotenzial für die EEG-Ausschreibung

PV Anlage, Solar Panel, Solaranlage, Solar panels | enervis.de

Die Verabschiedung des Solarpakets 1 im Mai 2024, das einen Teil der breit angelegten PV-Strategie der Bundesregierung bildet, hat bedeutende Auswirkungen für die Freiflächen-PV und besondere PV-Anlagen wie Agri- und Floating-PV. Nach Verzögerungen im Gesetzgebungsprozess führen die regulatorischen Neuerungen nun zu einer Neuordnung der Rahmenbedingungen für die EEG-Ausschreibungen für PV des 1. Segments.

Durch die Öffnung weiterer benachteiligter Gebiete in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein werden große Flächen nach dem EEG förderfähig. Auch die Anhebung der Gebotsgrenze von 20 MW auf 50 MW schafft Raum für mehr Projekte, an den Ausschreibungen teilzunehmen. Weiterhin wird die Vergütung für besondere PV-Anlagen, wozu insbesondere hoch aufgeständerte und vertikale Agri-PV-Anlagen zählen, neu aufgestellt und in das 1. Segment integriert.

Im aktuellen enerviews+ nehmen wir eine erste Analyse der im Solarpaket 1 enthaltenen Regelungen und ihrer Auswirkungen auf die Wettbewerbsverhältnisse in den kommenden Ausschreibungsrunden vor.

Einen detaillierten Einblick in das Thema finden Sie im aktuellen enerviews+. Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

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30. April 2024

European Power Market Outlook – DE Q2 2024

Das sinkende Futures-Preisniveau trotz steigender CO₂- und Erdgaspreise weist auf einen deutlichen, antizipierten Ausbau erneuerbarer Energien hin. Die aktuellen Überschüsse im CO₂-Handel erklären zwar das aktuelle Preisniveau, passen aber nicht zu den europäischen Klimaschutzzielen.
Dieser enerviews gibt einen szenariobasierten Einblick, wie sich Strompreise entwickeln könnten, sollte der CO₂-Preis bis 2030 wieder deutlich ansteigen.

Unser Strommarktszenario „Current Efforts“ erwartet aufgrund der angeschärften Klimaschutzziele einen Anstieg des CO₂-Preises auf knapp unter 150 €/t bis zum Jahr 2030. Dieser wird im aktuellen Terminmarkt jedoch nicht reflektiert.

Auch wenn der Terminmarkt keinen signifikanten Anstieg der CO₂-Preise in den kommenden Jahren erwartet, ergibt sich daraus ein Aufwärtspotenzial für die mittelfristige Strompreisentwicklung. Allerdings birgt die zukünftige Entwicklung des CO₂-Preises nicht nur fundamentale, sondern auch hohe regulatorische Risiken.

In diesem Kontext bietet enervis aktuelle Strommarktszenarien sowie Commoditypreissensitivitäten und berät im Kontext Gebotsstrategien und PPA-Bewertung.

Gerne stehen wir Ihnen für Diskussionen oder Rückfragen zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

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26. März 2024

Großbatteriespeicher & Vorstellung Online-Tool enerStorage Pro

Großbatteriespeicher boomen! Im Jahr 2024 wird ein Zubau an Großbatteriespeicher wie noch nie zuvor erwartet. Die volatilen und hohen Strompreise sowie Degression bei den Investitionskosten und technische Weiterentwicklung befördern ihren Durchbruch. Aktuelle Wirtschaftlichkeitsanalysen von enervis zeigen, dass valide Business Cases existieren und Großbatterien am Markt rentabel sind. Zudem ist aktuell auch regulatorisch eine größere Bewegung zu beobachten, den Ausbau von Batteriespeichern stärker anzureizen.

In diesem enerviews+ wird neben den aktuellen Marktentwicklungen und einem Blick in die historischen Erlöse eines 2-Stunden-Speichers auch unser neues bankable Online-Tool enerStorage Pro vorgestellt – das erste und einzige seiner Art für den deutschen Markt.

Mit dem neuen Tool können Sie Ihren stand-alone Batteriespeicher selbstständig und schnell bewerten. Es erwartet Sie eine nutzerfreundliche und intuitive Nutzeroberfläche, mit der Sie Ihr Projekt erstellen und individuell konfigurieren können. Über eine Projektsimulationslogik können Sie die optimale Auslegung Ihres Projektes ermitteln und konkrete Speicherkonfigurationen miteinander vergleichen.

Egal, in welchen Projektphasen Sie sich befinden:

  • Finden Sie die optimale Konfiguration für Ihre individuellen Rahmenbedingungen.
  • Nutzen Sie die bankable Erlösprognosen von enervis als Basis Ihrer Einsatzoptimierung, Projektbewertung und zur Finanzierungsstrukturierung.
  • Identifizieren Sie optimale Erlösmärkte und optimieren Sie die Projektrendite.
  • Keine Einarbeitungszeit, zuverlässig und kosteneffizient

Einen detaillierten Einblick in das Thema finden Sie im aktuellen enerviews+. Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

Für Rückfragen stehen wir selbstverständlich gern zur Verfügung.

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29. Februar 2024

Renewable Power Market Update 2024

Nach dem Rekordjahr 2022 kam es 2023 zu einem deutlichen Preisrückgang an den europäischen Strommärkten, gleichzeitig hat die Anzahl negativer Strompreise ein neues Rekordhoch erreicht. Diese und weitere Trends beleuchten wir in unserem kostenlosen Marktreport: Renewable Power Market Update 2024.
In vielen Ländern erinnerte das Preisniveau gegen Ende des Jahres an die Zeit vor der Energiekrise. Getrieben wurde diese Normalisierung vor allem durch den starken Rückgang der Erdgaspreise, aber auch der kontinuierliche Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten in Verbindung mit einer geringen Nachfrage trug zu sinkenden Strompreisen bei.

Der fortschreitende Ausbau der Erneuerbaren ging im letzten Jahr außerdem mit einem Rückgang der Marktwertfaktoren einher. Nach einem Rekordhoch im Jahr 2022 erreichte der Marktwertfaktor für Photovoltaik in einigen Ländern im vergangenen Jahr einen historischen Tiefstand. Die Marktwertfaktoren für Windenergieanlagen waren weniger stark von der Kannibalisierung betroffen und blieben 2023 in fast allen Ländern über 80 %. Obwohl die Marktwertfaktoren für PV-Anlagen deutlich zurückgingen, lagen sie weiterhin über den Stromgestehungskosten (LCOE). Ein ähnlicher Trend war bei Onshore-Windprojekten zu beobachten, obwohl deren Wirtschaftlichkeit außerhalb eines Förderregimes aufgrund höherer LCOE weniger sicher ist. Angesichts des weiter steigenden Anteils der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und der damit verbundenen Preisvolatilität sind die PPA-Märkte in ganz Europa weiter gewachsen. Die Nachfrage nach Absicherungsinstrumenten ist sowohl bei Stromerzeugern als auch in der Industrie und bei Energieversorgern nach der Energiekrise weiterhin hoch.

Darüber hinaus ist ein altes Thema in die Strommarktdebatte zurückgekehrt. Im Jahr 2023 gab es in vielen Ländern Mittel- und Nordeuropas einen historischen Höchststand an Stunden mit negativen Strompreisen. Dieser Anstieg negativer Stunden markiert den vorläufigen Höhepunkt eines Trends, der seit 2018 zu beobachten ist und in den Jahren 2021 und 2022 aufgrund außergewöhnlicher Marktbedingungen unterbrochen wurde. Die Zunahme der negativen Stunden unterstreicht das komplexe Zusammenspiel verschiedener Faktoren und deren Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung. Einerseits ist davon auszugehen, dass der Ausbau erneuerbarer Kapazitäten die Anzahl negativer Stunden weiter erhöhen und die Marktwerte senken wird. Auf der anderen Seite forcieren sowohl regulatorische Vorhaben als auch verbesserte Marktbedingungen den Ausbau von Flexibilitätsoptionen, die diesen Effekten entgegenwirken sollten.

Die zukünftige Entwicklung von Marktwerten und negativen Preisen wird von diesen und weiteren Faktoren beeinflusst, die in diesem Report eingehend untersucht werden. Wir freuen uns darauf, Sie bei der Entscheidungsfindung in einem sich schnell entwickelnden Marktumfeld zu unterstützen und Ihnen auch in diesem Jahr wieder zur Seite zu stehen.
Den kompletten Report stellen wir Ihnen wie immer kostenfrei nach Anmeldung zur Verfügung. Nähere Informationen finden Sie auch auf unserer Website.

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11. Januar 2024

Guarantees of Origin – Current State and Outlook

The price developments for European Guarantees of Origins (GOOs) in 2022 and 2023 were characterized by a steep price increase and lately decreasing prices for GOOs.

However, how do these prices form and how will they develop in future in this rather intransparent market?

In this enerviews, we take a closer look at the status quo and actual developments in the European Guarantees of Origin Market. Moreover, we illustrate some interesting data on GOO supply and demand in the EECS as a whole and particularly in Germany.

Finally, we show how enervis is able to forecast GOO prices with its EECS market model.

You can find a detailed insight into the topic in our enerviews+. You can request our enerviews+ here.

We are at your disposal for discussions or queries and look forward to your feedback.

Reproduction or publication, in whole or in part, only with the written consent of enervis energy advisors GmbH. No responsibility is taken for the accuracy, currency or completeness of the information provided here.

30. November 2023

World Energy Outlook 2023

Der World Energy Outlook (WEO) ist die jährlich erscheinende Publikation der Internationalen Energieagentur (IEA), in der mittel- und längerfristige Prognosen auf die globale Energieversorgung gegeben werden. Die Prognosen sind, auch für enervis, maßgebliche Quellen und anerkannte Bewertungsgrundlagen für Preisentwicklungen auf den weltweiten Energie- und Strommärkten. Der WEO 2023 berücksichtigt die Energiekrise noch stärker und betrachtet Änderungen in nationalen Klimazielen. Er versteht sich zudem als Handlungsempfehlung zur Weltklimakonferenz 2023 COP28 in Dubai.

Dieser enerviews+ untersucht unter Verwendung einer aktuellen enervis Strommarktmodellierung die Auswirkungen der im WEO 2023 unterstellten Commodity- und CO₂-Preisprojektionen auf die Strompreisentwicklung am deutschen Großhandelsmarkt im Vergleich zum letztjährigen WEO. Zudem wird ein näherer Blick auf die Projektion der europäischen Erdgasnachfrage und den Hintergrund der Erdgaspreisprognose der IEA geworfen.

Einen detaillierten Einblick in das Thema finden Sie im aktuellen enerviews+. Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

Für Rückfragen stehen wir selbstverständlich gern zur Verfügung.

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31. Oktober 2023

H2-Kraftwerke – Herausforderungen und Perspektiven

Zeitnahe Investitionen in H₂- und H₂-ready-Gaskraftwerke sind ein zentraler Baustein, um eine vollständige Dekarbonisierung des Strom- und Fernwärmesystems sowie eine sichere und kostengünstige Versorgung der Verbraucher mit Strom und Fernwärme zu ermöglichen.

Fehlende Wirtschaftlichkeit und Unsicherheiten über die zukünftigen regulatorischen Rahmenbedingungen führen aktuell zu Attentismus bei Investitionen in Gaskraftwerken. Die seit längerem angekündigten und erwarteten Maßnahmen der Kraftwerksstrategie können – bei geeigneter Ausgestaltung – sichere Rahmenbedingungen für die erforderlichen Investitionen in H₂- und H₂ -ready-Gaskraftwerke sowie Perspektiven für neue Geschäftsmodelle schaffen.

Gemäß der aktuellen Kommunikation des BMWK sollen die Maßnahmen noch in diesem Jahr umgesetzt werden und bereits 2024 erste Ausschreibungen für H₂- und H₂-ready-Gaskraftwerke beginnen. Da die kommerzielle Verfügbarkeit von H₂-Kraftwerkstechnologien als auch der Markthochlauf für Wasserstoff sowie der dafür erforderlichen H₂-Infrastruktur (Wasserstoffnetz & H₂-Speicher) sich ebenfalls erst in einer Entwicklungsphase befinden, ist für Unternehmen erforderlich, sich frühzeitig mit den Optionen, Chancen und Herausforderungen für eine Teilnahme an den angekündigten Ausschreibungen zu beschäftigen.

Einen ersten, detaillierten Einblick in die Perspektiven & Chancen für Investitionen in H₂- und H₂-ready-Kraftwerke sowie die damit gegebenen Herausforderungen geben wir Ihnen in unserem aktuellen enerviews+. Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

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26. September 2023

Die Folgen eines Gebotszonensplittings im deutschen Strommarkt

Die potenziell folgenreichen ACER-Vorschläge zu einem Gebotszonensplitting im deutschen Strommarkt liegen seit 2022 auf dem Tisch und werden derzeit intensiv von den ÜNBs geprüft. Noch bis ins Frühjahr 2024 haben die Netzbetreiber dafür Zeit, dann soll eine Empfehlung an die Bundesregierung ausgesprochen werden, welche dann wiederum innerhalb von sechs Monaten über eine Neuordnung entscheiden soll. Noch steht die Regierung einem solchen Eingriff skeptisch gegenüber. Am Ende droht die EU-Kommission aber, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, sollten die Reformbemühungen nicht zu ihrer Zufriedenheit ausfallen.

In einer Kurzstudie wirft enervis einen Blick auf das, was kommen könnte – sollten sich Regierung und Kommission tatsächlich auf eine weitreichende Neuordnung der Gebotszonen einigen. ACER hat verschiedene Konfigurationen vorgeschlagen, von einem Split in zwei bis zu fünf neuen Zonen. Wir schauen uns eine Aufteilung in eine Nord- und Südzone an, entlang der Hauptengpässe im deutschen Netz. Bereits heute beheimatet die unterstellte Nordzone gegenwärtig etwa 35 % der deutschen Stromnachfrage, aber bereits 51 % der deutschen Erzeugung aufgrund der großen Windkraftleistung.

Im Ergebnis zeigt der Norden aufgrund des großen Angebots an Erneuerbaren ein zu erwartendes niedrigeres Preisniveau verglichen mit dem Referenzszenario. Der Preisspread zwischen beiden Zonen beträgt im jährlichen Mittel anfangs etwa 20 €/MWh, wobei der Spread mittelfristig mit dem unterstellten Netzausbau zusammenläuft. Langfristig öffnet sich der Spread jedoch wieder, da der Netzausbau nicht das sich verschärfende Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Erzeugung kompensieren kann. Ein solches Gebotspreiszonensplitting hätte auch starke Auswirkungen auf Markt- und Profilwerte für volatile erneuerbare Erzeugungstechnologien wie Wind und PV.serstoff und seine Derivate sind Schlüsselakteure in der Dekarbonisierung des Energiesystems und bei der Erreichung der deutschen Klimaschutzziele. Die Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie konkretisiert den Weg dorthin und signalisiert ein gestiegenes Ambitionsniveau.

Die entscheidenden Treiber für die Preisspreads zwischen Nord und Süd sind der Netzausbau, die regionale Ansiedlung von zusätzlicher Nachfrage wie Elektrolysekapazitäten und der EE-Zubau in den Zonen.

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30. Juni 2023

Stand-alone Großbatteriespeicher – Ausblick & Wirtschaftlichkeit

Großbatteriespeicher sind gefragt wie noch nie. Die volatilen und hohen Strompreise sowie die Kostendegression und technische Weiterentwicklung befördern ihren Durchbruch. Großbatterien eignen sich außerordentlich gut, um Einspeisevolatilitäten der Erneuerbaren kurzfristig auszugleichen und die Netze zu stabilisieren. Allerdings waren die Strompreis-Spreads lange Zeit zu niedrig, um die Errichtung von Großspeichern jenseits von Nischenmärkten wie dem Primärregelleistungsmarkt marktgetrieben anzureizen. Das hat sich inzwischen geändert. Es herrscht eine enorme Dynamik in diesem Marktsegment und diverse Einsatzstrategien versprechen durchaus attraktive Renditen.

Aktuelle Wirtschaftlichkeitsanalysen von enervis für standardisierte stand-alone Großbatteriespeicher zeigen, dass valide Business Cases existieren und Großbatterien am Markt rentabel sind. Angesichts des massiven EE-Ausbaus und der weiter steigenden Preisvolatilitäten wird der Wert von Flexibilität zunehmen. Damit steigt der Bedarf an zusätzlicher Speicherkapazität und das Batteriesegment bleibt auf dem Wachstumspfad.

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enervis ist Ihr zuverlässiger Ansprechpartner bei Fragen rund um Strompreisprognosen, Markteinschätzungen und Asset-Bewertungen im Batteriespeichersegment.

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24. November 2022

Abschöpfung von Erlösen bei EE-Anlagen: Aktueller Stand der Vorschläge

In diesem enerviews stellen wir den aktuellen Stand der Vorschläge zur Erlösabschöpfung für erneuerbare Energien aus dem Strommarkt vor – Basis dafür ist der Gesetzentwurf, der seit dem 22.11.2022 vorliegt. Laut vorliegendem Vorschlag des BMWK soll bei der Abschöpfung grundlegend unterschieden werden in Anlagen mit einem anzulegenden Wert (Vergütungsanspruch aus der Teilnahme an einer EEG-Ausschreibung) und solchen ohne einen anzulegenden Wert (reine PPA-Anlagen oder Ü20-Anlagen nach Ende der EEG-Vergütung).

Das Papier sieht dafür grundlegend eine Abschöpfung auf Basis des technologiespezifischen Monatsmarktwertes vor, der zugestandene Erlös bestimmt sich nach anlagenspezifischen Referenzkosten und einem Sicherheitszuschlag. In bestimmten Fällen können anlagenindividuelle Festpreisverträge (PPAs) als Erlösbenchmark gemeldet werden, die dann alternativ als Basis für die Abschöpfung herangezogen werden – hierfür gelten Stichtagsregelungen, die dieser enerviews ebenfalls beschreibt.

Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

Bitte beachten Sie: Es handelt sich um einen Entwurf, der sich im Gesetzgebungsverfahren noch ändern kann. enervis steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, um die Auswirkungen der Erlösabschöpfung für Ihre Projekte zu bewerten.

Gerne stehen wir Ihnen für Diskussionen oder Rückfragen zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

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27. Oktober 2022

Strom- und Gasmarkteingriffe:
Aktueller Stand der Vorschläge und Maßnahmen

Die energieintensive Industrie drosselt ihre Produktion, in einigen Branchen drohen Insolvenzen und Betriebsstilllegungen. Zwar haben sich gegenüber den Rekordmonaten im Sommer die Gas- und Strommärkte etwas beruhigt, das Preisniveau der Future Märkte bleibt jedoch hoch. Mit Blick auf die kommenden zwei Winterperioden sind somit hohen Belastungen für Unternehmen und Haushalte zu erwarten.

Um Haushalte und Betriebe zu unterstützen sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Industrie zu schützen, arbeitet die Politik auf EU- und nationaler Ebene an Entlastungsmaßnahmen im Gas- und Strommarkt.

In unserem aktuellen enerviews+ stellen wir den aktuellen Stand der Vorschläge und Diskussionen vor und diskutieren die Wirkung, mögliche Implikationen und offene Fragen. Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

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4. Oktober 2022

Startschuss für die BEW – Neue Chancen für grüne Fernwärme

Europa erlebt eine Energiepreiskrise historischen Ausmaßes. Die
Nach etwa zwei Jahren seit Bekanntwerden der ersten Eckpunkte gab es im August endlich grünes Licht für die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) seitens der EU-Kommission. Seit dem 15. September können beim BAFA Anträge für die Fördermodule der BEW gestellt werden.

Das Förderprogramm soll sowohl den Bau neuer grüner Wärmenetze, als auch die Transformation von bestehenden Netzen hin zu erneuerbaren und durch Abwärme gespeisten Netzen anreizen. Dafür sollen bis 2030 jährlich rund 1,2 Mrd. € investiert werden.

Neben Planungsleistungen wie Machbarkeitsstudien und Transformationsplänen werden Investitionen in erneuerbare Erzeugungsleistung, Infrastruktur und Netzoptimierung gefördert. Für Solarthermie und Wärmepumpen ist zusätzlich eine Betriebskostenförderung vorgesehen.

Die Richtlinie beinhaltet gegenüber dem letzten Entwurf unter anderem eine Anhebung der Förderhöchstgrenzen je Projekt. Neu ist jedoch auch die Anforderung eines Nachweises über die Wirtschaftlichkeitslücke der geplanten Projekte.

Auf diese und andere Fragen gibt unser aktueller enerviews Antwort. Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

Passend dazu findet am 28.09.2022 um 15:00 Uhr unser kostenfreies Webinar „Start der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze – die wichtigsten Neuerungen im Überblick“ statt. Sie gelangen hier zur Anmeldung.

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30. August 2022

Strompreisexplosion

Europa erlebt eine Energiepreiskrise historischen Ausmaßes. Die
Großhandelspreise für Strom und Gas eilen von Höchststand zu Höchststand. Mittlerweile lässt sich die Strompreisdynamik nicht mehr allein durch die Gaspreisentwicklung erklären. Der geopolitisch bedingte Einfluss rasant steigender Erdgaspreise ist nur ein wesentlicher Treiber. Doch was sind die anderen Gründe und welche Entwicklungen sind vorstellbar?

Auf diese und andere Fragen gibt unser aktueller enerviews Antwort. Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

Flankierend dazu empfehlen wir Ihnen die Teilnahme an unserem kostenfreien Webinar “The Perfect Storm – Making Sense of the European Power Price Rally” am 31.08.2022 um 14 Uhr. Die Anmeldung können Sie unter diesem Link tätigen.

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24. Juni 2022

Europäischer Emissionshandel (ETS) – Künftige Entwicklungen unter dem Green Deal

Seit 2021 unterliegt der Europäische Emissionshandel (ETS) einem hohen Preisdruck und erreichte im Februar 2022 Rekordpreise von über 96 €/t, mit entsprechender Rückwirkung auf die Strommärkte und das Strompreisniveau. Zeitgleich werden in den Europäischen Institutionen umfassende Gesetzesvorhaben im Rahmen des 2021 angekündigten Green Deals verhandelt. Der zentrale Baustein im Green Deal ist die Emissionsminderung durch eine verschärfte Ausgestaltung des ETS.
 
 
 

 

Im unserem enerviews+ stellen wir Ihnen den vom 22. Juni bestätigten Vorschlag zur Ausgestaltung des ETS im Europaparlament vor und analysieren mögliche Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des ETS.

Bis heute haben die historischen Überschüsse an Zertifikaten (TNAC) seit der Finanzkrise starke Auswirkungen auf die Preisbildung im ETS. Im Fokus der Analyse stehen die Überschüsse als eine entscheidende Größe zur Bewertung der künftigen Wirkweisen und Maßnahmen zur Ausgestaltung des ETS. Eine Mengenprojektion basierend auf dem am 22. Juni bestätigten Vorschlag im Europaparlament, erlaubt im Vergleich zur bisherigen Ausgestaltung eine Abschätzung des Preisdrucks für die Zukunft.

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22. Februar 2022

Status quo: Marktparität von PV und Onshore-Wind in Europa – Update 2022

Im Jahr 2021 stieg das Strompreisniveau an europäischen Großhandelsmärkten auf Rekordniveau. Somit liegen aktuelle Marktwerte für PV und Windenergie oberhalb ihres Vollkostenniveaus in fast allen europäischen Märkten. Gleichzeit stiegen die Investitionskosten für Windenergie- und PV-Projekte um rund 15 – 20 % an. Die sich daraus ergebenen Rückwirkungen auf die aktuelle Wirtschaftlichkeit von Wind- und PV-Projekten, außerhalb eines Förderregimes, analysieren wir auch dieses Jahr wieder in unserem Market Parity Report.

Haupttreiber des hohen Strompreisniveaus sind der stark angestiegene Preis für Erdgas in Folge eines globalen Nachfrageanstiegs sowie gestiegene Preise für CO₂-Zertifikate. Mittelfristig wird an den Terminmärkten eine Entspannung des Erdgas- und somit auch des Strompreisniveaus erwartet. Insgesamt deuten fundamentale Treiber weiterhin auf ein mittelfristig attraktives Investitionsumfeld für PPA-Projekte in europäischen Märkten hin. Angesichts eines starken Wettbewerbs um Projekte und Netzanschlusskapazitäten in etablierten Märkten, steigt das Interesse an Investitionsmöglichkeiten in ost- und südosteuropäischen Märkten.

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Von Interessenten kann die Studie kostenfrei hier angefragt werden.

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18. Januar 2022

Koalitionsvertrag 2021 – 2025

SPD, Grüne und FDP haben Ende November den Koalitionsvertrag 2021 – 2025 unterzeichnet. Zu den wesentlichen Schwerpunkten des neuen Regierungsbündnisses zählt, neben der Gesundheitspolitik, die Klima- und Energiepolitik. Sehr prominent wird bereits in der Präambel der 177 Seiten umfassenden Grundlage des Regierungshandels klargestellt, dass die Erreichung der Pariser Klimaschutzziele oberste Priorität hat und die Energiewende „unter Beseitigung aller Hemmnisse“ bis 2030 konsequent beschleunigt werden soll. Unterlegt wurden die hohen energiewirtschaftlichen Ambitionen Anfang 2022 in der Eröffnungsbilanz Klimaschutz des BMWi.

Basierend auf aktuellen Einschätzungen zur Strommarktentwicklung und unter Berücksichtigung der im Koalitionsvertrag skizzierten energiewirtschaftlichen Zielwerte 2030, untersucht dieser enerviews die Auswirkungen auf die Strompreis- und Strommarktentwicklung am deutschen Großhandelsmarkt bis 2030.

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2. Dezember 2021

„Echter“ Grünstrom für Kunden: EVU als Drehscheibe für PPA & HKN

Große Stromverbraucher setzen sich ehrgeizige Ziele für ihren Grünstromverbrauch und definieren dafür zunehmend strikte Qualitätskriterien. Die Treiber dieser Entwicklung sind vor allem Shareholder-Vorgaben und Anforderungen aus Lieferketten. Dabei steht die Zusätzlichkeit im Fokus, das heißt: Es wird „echter“ Grünstrom aus neuen, ungeförderten EE-Erzeugungsanlagen, ggf. mit regionaler Herkunft, nachgefragt.

Energieversorger stehen somit vor der Herausforderung, die Beschaffung „echten“ Grünstroms für ihre Kunden zu organisieren und deren steigende Qualitätsanforderungen zu befriedigen.

Dieser enerviews gibt einen Überblick der möglichen Optionen für das Design von Grünstromprodukten und zeigt auf, dass der Abschluss von Power Purchase Agreements in einem enger werdenden Markt für Grünstrom mit spezifischen Qualitätsanforderungen zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor werden dürfte.

Einen detaillierten Einblick in unsere Sichtweise auf das Thema finden Sie in unserem enerviews+. Fragen Sie diesen hier an.

Interesse an diesem Thema? Nehmen Sie an unserem Online-Seminar am 20. Januar 2022 teil!

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World Energy Outlook 2021

Der World Energy Outlook (WEO) ist die jährlich erscheinende Publikation der Internationalen Energieagentur (IEA), in der mittel- und längerfristige Prognosen auf die globale Energieversorgung gegeben werden. Die Prognosen sind, auch für enervis, maßgebliche Quellen und anerkannte Bewertungsgrundlagen für Preisentwicklungen auf den weltweiten Energie- und Strommärkten. Der diesjährige WEO 2021 ist komplett auf die globalen Klimaziele ausgerichtet und versteht sich als Handlungsempfehlung zur Weltklimakonferenz 2021 COP26 in Glasgow.

Dieser enerviews untersucht unter Verwendung einer aktuellen enervis Strommarktmodellierung die Auswirkungen der in den vier Szenarien des WEO unterstellten Commodity- und CO₂-Preisprojektionen auf die Strompreisentwicklung am deutschen Großhandelsmarkt und die Implikationen auf die Laufzeit von Kohlekraftwerken, den (modellendogenen) EE-Zubau und die CO₂-Emissionen der Stromerzeugung.

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