Archiv der Kategorie: Newsletter Artikel

28. Februar 2023

Rekord-Marktwerte für Erneuerbare auf der einen, politische Eingriffe und regulatorische Risiken auf der anderen Seite

Das Jahr 2022 stellte die Energiemärkte auf den Kopf. Strompreise wurden am Großhandel zeitweise für das Zehnfache gehandelt, wie noch zu Zeiten vor der Pandemie, als der Handel mit Energie in geregelten Bahnen zu sein schien. Die Krisen überschlugen sich, und mit ihnen die tatsächlich sensiblen Energie- und Rohstoffmärkte, was die Politik auf den Plan rief, weitreichende Eingriffe auf der Erzeugerseite vorzunehmen. Aktuell wird auf europäischer Ebene diskutiert, ob sich diese Markteingriffe in langfristige Lösungen überführen lassen. Diese Entwicklungen sind Teil des neuen Marktberichts von enervis, in dem wir die Marktwerte des vergangenen Jahres auswerten. Weiter bietet der Bericht einen Überblick über aktuelle LCOE-Werte, den PPA-Markt sowie eine Einschätzung zu den politischen Eingriffen und die damit einhergehende regulatorische Unsicherheit, die weite Teile des vergangenen Jahres überschattete.

Mit der Invasion Russlands in die Ukraine im Februar letzten Jahres kam, was von Seiten der Politik und auch an den Märkten die Monate zuvor befürchtet wurde. Der zunehmende Einbruch an russischen Gaseinfuhren sowie wetterbedingte Faktoren wie Hitze und Trockenheit sorgten für eine extreme Unsicherheit hinsichtlich der Versorgungslage in den Sommermonaten. Der Preis für Erdgas lag im Jahresmittel 165 % über dem Vorjahresniveau, der Stromgroßhandel in den EU27+GB folgte den Rekordentwicklungen an den Rohstoffmärkten.

Für die Erneuerbaren brachten diese nie dagewesenen Preisverläufe einige spannende Entwicklungen. Die hohen Marktwerte brachten den inframarginalen Erzeugern Rekordgewinnmargen von bis zu 300 % ein. Besonders von den hohen Preisen profitierten PV-Projekte, die durch die Konstellation von Erzeugung und Marktpreisverlauf in vielen Ländern nach oben verzerrte Marktwertfaktoren von über 100 % erzielten. Umgekehrt sahen europäische Wind-Anlagen überwiegend eine Verzerrung der Marktwertfaktoren nach unten.

Die Rekordgewinne riefen die Politik auf den Plan, nach Möglichkeiten suchend, die Nachfrageseite vor den Preisentwicklungen zu schützen. Für die Erzeugerseite bedeutete die Diskussion über weitreichende Markteingriffe, die sich über einen Großteil des vergangenen Jahres hinzogen, eine große regulatorische Unsicherheit. Diese Unsicherheit wirkte sich auch bremsend auf den PPA-Markt aus, der 2022 weniger öffentliche Ankündigungen hervorbrachte als im Jahr zuvor. Aktuell wird auf EU-Ebene diskutiert, inwiefern sich die kurzfristigen Eingriffe in permanente Marktdesignanpassungen überführen lassen.

Diese Entwicklungen machen es aktuell sehr herausfordernd, aber auch spannend, den Markt für Erneuerbare zu manövrieren. Gerne sind wir auch in diesem Jahr wieder an Ihrer Seite.

Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

Von Interessenten kann die Studie kostenfrei hier angefragt werden.

Für weitere Diskussionen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Nachdruck oder Veröffentlichung, ganz oder teilweise, nur mit schriftlicher Zustimmung der enervis energy advisors GmbH. Es wird keinerlei Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der hier bereitgestellten Informationen übernommen.

26. Januar 2023

Der EU-Marktkorrekturmechanismus: Zielsetzung, Instrument & Kritik

Im aktuellen enerviews wird die Einführung des EU-Marktkorrekturmechanismus in Form der Verordnung 2022/0393 thematisiert, die seitens der Kommission als Instrument zur Vermeidung von „übermäßig hohen“ Gaspreisphasen am 19.12.2022 verabschiedet wurde – umgangssprachlich auch als Gaspreisdeckel bezeichnet.

Die Aktivierung des Korrekturmechanismus ist an die temporäre und simultane Überschreitung des TTF-Front-Month-Preises, sowie eines definierten LNG-Referenzpreises gebunden. Eine Auslösung des Mechanismus geht mit einem Annahme- und Abgabeverbot für börsliche Marktbetreiber und -teilnehmer einher, die Aufträge über TTF-Derivate handeln. Dementsprechend besitzt der Mechanismus bei Auslösung das Potenzial, den europäischen Gashandelsmarkt unmittelbar zu beeinflussen.

Mitgliedsstaaten haben mögliche Risiken einer Aktivierung der Preisobergrenze diskutiert, u. a. abwandernde LNG-Importe, Gefährdung der innereuropäischen Gasflüsse sowie Torpedierung bestehender Anreizwirkungen der Letztverbraucher. Die kontrovers geführte Diskussion spiegelt sich in der hohen Komplexität der Deaktivierungs- und Aussetzungskriterien wider.

Der enerviews arbeitet die wesentlichen Aspekte des Korrekturmechanismus auf und wirft einen praxisnahen Blick auf die Wirkungsweise und die Kritik, die mit dem Mechanismus verbunden ist.
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enervis steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite und ist Ihr zuverlässiger Ansprechpartner bei Fragen rund um die Auswirkungen des neu gestalteten europäischen Gas- und LNG-Zukunftsmarktes.

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15. Dezember 2022

Implementierung und Diskurs der Gaspreisbremse

In diesem enerviews betrachten wir den aktuellen Stand und den Diskurs rund um die Gaspreisbremse, die heute, am 15.12.2022 final in Form des Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetzes (EWPBG) vom Bundestag verabschiedet wird. Auf grundlegender Basis der Expert:innen-Kommission Gas & Wärme wird mit der Gaspreisbremse ein Instrument geschaffen, welches in Form einer Kontigentlösung mit individuell gedeckelten Preisen für SLP-, RLM- und Fernwärmekunden eine gezielte Entlastung gegenüber den hohen Gaspreisen bieten soll.

Der aktuelle Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom 29.11.2022 sieht eine gezielte Entlastung der Letztverbraucher vor, die zum März 2023 rückwirkend für den Zeitraum des Januars 2023 bis zum Ende des Aprils 2024 greifen wird.

Der aktuelle enerviews bietet neben einer kompakten Gesamtübersicht Einblicke in den aktuellen Diskurs, der vor allem durch die Kritik der Energieversorger und der Industrie geprägt ist. Besonders die deutschen Industrieunternehmen sehen sich bei unveränderter Gesetzesimplementierung mit hohen Hürden konfrontiert, die den Zugang zu den Erstattungs- bzw. Fördersummen erschweren.
Ebendiese Effekte im Wirkungszeitraum der Gaspreisbremse haben Auswirkungen auf die Volkswirtschaft der BRD und besonders der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Neben der Arbeitsplatzerhaltungsklausel formuliert der Gesetzesentwurf Höchstgrenzen der Förderung und knüpft diese sowohl an die wirtschaftlichen als auch an die energetischen Kennzahlen der Betriebe. Unser enerviews bietet hier einen großen Aufschlag und eine informative Einstimmung auf den Showdown zur Gesetzesverabschiedung.

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Bitte beachten Sie: Es handelt sich um einen Entwurf, der sich im finalen Gesetzgebungsverfahren noch ändern kann. enervis steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, um die Folgen und Auswirkungen der Preisbremse auf den Gasmarkt einzuordnen.

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24. November 2022

Abschöpfung von Erlösen bei EE-Anlagen: Aktueller Stand der Vorschläge

In diesem enerviews stellen wir den aktuellen Stand der Vorschläge zur Erlösabschöpfung für erneuerbare Energien aus dem Strommarkt vor – Basis dafür ist der Gesetzentwurf, der seit dem 22.11.2022 vorliegt. Laut vorliegendem Vorschlag des BMWK soll bei der Abschöpfung grundlegend unterschieden werden in Anlagen mit einem anzulegenden Wert (Vergütungsanspruch aus der Teilnahme an einer EEG-Ausschreibung) und solchen ohne einen anzulegenden Wert (reine PPA-Anlagen oder Ü20-Anlagen nach Ende der EEG-Vergütung).

Das Papier sieht dafür grundlegend eine Abschöpfung auf Basis des technologiespezifischen Monatsmarktwertes vor, der zugestandene Erlös bestimmt sich nach anlagenspezifischen Referenzkosten und einem Sicherheitszuschlag. In bestimmten Fällen können anlagenindividuelle Festpreisverträge (PPAs) als Erlösbenchmark gemeldet werden, die dann alternativ als Basis für die Abschöpfung herangezogen werden – hierfür gelten Stichtagsregelungen, die dieser enerviews ebenfalls beschreibt.

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Bitte beachten Sie: Es handelt sich um einen Entwurf, der sich im Gesetzgebungsverfahren noch ändern kann. enervis steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, um die Auswirkungen der Erlösabschöpfung für Ihre Projekte zu bewerten.

Gerne stehen wir Ihnen für Diskussionen oder Rückfragen zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

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27. Oktober 2022

Strom- und Gasmarkteingriffe:
Aktueller Stand der Vorschläge und Maßnahmen

Die energieintensive Industrie drosselt ihre Produktion, in einigen Branchen drohen Insolvenzen und Betriebsstilllegungen. Zwar haben sich gegenüber den Rekordmonaten im Sommer die Gas- und Strommärkte etwas beruhigt, das Preisniveau der Future Märkte bleibt jedoch hoch. Mit Blick auf die kommenden zwei Winterperioden sind somit hohen Belastungen für Unternehmen und Haushalte zu erwarten.

Um Haushalte und Betriebe zu unterstützen sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Industrie zu schützen, arbeitet die Politik auf EU- und nationaler Ebene an Entlastungsmaßnahmen im Gas- und Strommarkt.

In unserem aktuellen enerviews+ stellen wir den aktuellen Stand der Vorschläge und Diskussionen vor und diskutieren die Wirkung, mögliche Implikationen und offene Fragen. Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

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4. Oktober 2022

Startschuss für die BEW – Neue Chancen für grüne Fernwärme

Europa erlebt eine Energiepreiskrise historischen Ausmaßes. Die
Nach etwa zwei Jahren seit Bekanntwerden der ersten Eckpunkte gab es im August endlich grünes Licht für die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) seitens der EU-Kommission. Seit dem 15. September können beim BAFA Anträge für die Fördermodule der BEW gestellt werden.

Das Förderprogramm soll sowohl den Bau neuer grüner Wärmenetze, als auch die Transformation von bestehenden Netzen hin zu erneuerbaren und durch Abwärme gespeisten Netzen anreizen. Dafür sollen bis 2030 jährlich rund 1,2 Mrd. € investiert werden.

Neben Planungsleistungen wie Machbarkeitsstudien und Transformationsplänen werden Investitionen in erneuerbare Erzeugungsleistung, Infrastruktur und Netzoptimierung gefördert. Für Solarthermie und Wärmepumpen ist zusätzlich eine Betriebskostenförderung vorgesehen.

Die Richtlinie beinhaltet gegenüber dem letzten Entwurf unter anderem eine Anhebung der Förderhöchstgrenzen je Projekt. Neu ist jedoch auch die Anforderung eines Nachweises über die Wirtschaftlichkeitslücke der geplanten Projekte.

Auf diese und andere Fragen gibt unser aktueller enerviews Antwort. Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

Passend dazu findet am 28.09.2022 um 15:00 Uhr unser kostenfreies Webinar „Start der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze – die wichtigsten Neuerungen im Überblick“ statt. Sie gelangen hier zur Anmeldung.

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30. August 2022

Strompreisexplosion

Europa erlebt eine Energiepreiskrise historischen Ausmaßes. Die
Großhandelspreise für Strom und Gas eilen von Höchststand zu Höchststand. Mittlerweile lässt sich die Strompreisdynamik nicht mehr allein durch die Gaspreisentwicklung erklären. Der geopolitisch bedingte Einfluss rasant steigender Erdgaspreise ist nur ein wesentlicher Treiber. Doch was sind die anderen Gründe und welche Entwicklungen sind vorstellbar?

Auf diese und andere Fragen gibt unser aktueller enerviews Antwort. Fragen Sie unseren enerviews+ hier an.

Flankierend dazu empfehlen wir Ihnen die Teilnahme an unserem kostenfreien Webinar “The Perfect Storm – Making Sense of the European Power Price Rally” am 31.08.2022 um 14 Uhr. Die Anmeldung können Sie unter diesem Link tätigen.

Gerne stehen wir Ihnen für Diskussionen oder Rückfragen zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

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28. Juli 2022

Wind-an-Land Gesetz

Anfang Juli wurde das Wind-an-Land Gesetz (WaLG) von Bundestag und Bundesrat verabschiedet, um die Festlegung und Bereitstellung von Flächen für Windenergieanlagen an Land neu zu regeln und den Vorrang dieser nochmals hervorzuheben. Im Einklang mit den im EEG 2023 verankerten Maßnahmen und den übergeordneten Zielen der Regierung sollte der Ausbau von Windenergieanlagen an Land nun beschleunigt und vereinfacht werden.

Kernpunkt des Gesetzes ist das Ziel, im Jahr 2032 eine bundesweite Ausweisung von 2 % der Landesfläche zur Errichtung von Windenergieanlagen an Land zu erreichen. Damit will die Bundesregierung sicherstellen, dass die im EEG 2023 deutlich angehobene Ausbaupfade für Erneuerbare Energie eingehalten werden können: 2030 sollen in Deutschland 115 GW an Onshore-Wind installiert sein – das entspricht mehr als dem Doppelten der aktuell installierten Leistung.

Im Wesentlichen sollen die Genehmigungs- und Planungsverfahren von Windenergieanlagen an Land durch eine grundsätzliche Priorisierung von Windenergieanlagen beschleunigt werden. Ein Überwachungsmechanismus durch den Bund und obligatorische, landesspezifische Ziele für die Flächenausweisung sollen Länder zur aktiven Gestaltung der Planung und der Ausweisung der Flächen verpflichten. Die im Wind-an-Land Gesetz festgelegten Ziele für 2027 und 2032 werden mit Änderungen im Baugesetzbuch untermauert, gleichzeitig wird versucht naturschutzrechtliche Konflikte zu beseitigen.

Dieser enerviews skizziert die wesentlichen Eckpunkte des Wind-an-Land Gesetzes, stellt die Ausweisungsziele der Bundesländer dem aktuellen Ausweisungsstand auf Landesebene gegenüber und stellt die Frage ob das 2 % Ziel für die Erreichung der langfristigen Ausbauziele überhaupt ausreichend ist.

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24. Juni 2022

Europäischer Emissionshandel (ETS) – Künftige Entwicklungen unter dem Green Deal

Seit 2021 unterliegt der Europäische Emissionshandel (ETS) einem hohen Preisdruck und erreichte im Februar 2022 Rekordpreise von über 96 €/t, mit entsprechender Rückwirkung auf die Strommärkte und das Strompreisniveau. Zeitgleich werden in den Europäischen Institutionen umfassende Gesetzesvorhaben im Rahmen des 2021 angekündigten Green Deals verhandelt. Der zentrale Baustein im Green Deal ist die Emissionsminderung durch eine verschärfte Ausgestaltung des ETS.
 
 
 

 

Im unserem enerviews+ stellen wir Ihnen den vom 22. Juni bestätigten Vorschlag zur Ausgestaltung des ETS im Europaparlament vor und analysieren mögliche Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des ETS.

Bis heute haben die historischen Überschüsse an Zertifikaten (TNAC) seit der Finanzkrise starke Auswirkungen auf die Preisbildung im ETS. Im Fokus der Analyse stehen die Überschüsse als eine entscheidende Größe zur Bewertung der künftigen Wirkweisen und Maßnahmen zur Ausgestaltung des ETS. Eine Mengenprojektion basierend auf dem am 22. Juni bestätigten Vorschlag im Europaparlament, erlaubt im Vergleich zur bisherigen Ausgestaltung eine Abschätzung des Preisdrucks für die Zukunft.

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24. Mai 2022

Kurzfristszenarien Strommarkt – Ukrainekrieg und Gasmangellage

Der russische Einmarsch in die Ukraine ist eine geopolitische Zäsur, die auch die deutsche Energiewirtschaft zu einer Kurskorrektur bei der Energiewende zwingt. Erdgas als Brückentechnologie im Stromsektor, dies ist heute Makulatur. Befürchtungen einer Gasmangellage und Preisschocks an den Commodity-Märkten treiben die Energiemärkte.

Im vorliegenden enerviews+ stellen wir Ihnen sechs denkbare Szenarien zur Abbildung einer Bandbreite von kurzfristigen Entwicklungen im Strommarkt vor.
Im Fokus stehen die Commodity-Preise, die Laufzeit von Kern- und Kohlekraftwerken, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie eine Reduktion der Gasmengen für den Strommarkt. Ziel ist es, mittels Szenarioanalyse die Wirkung auf die Großhandelspreise, die CO₂-Emissionen und den Gasverbrauch im Strommarkt bis 2025 abzuschätzen.

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28. April 2022

Kabinettsbeschluss EEG 2023 – Grünes Licht für den Erneuerbaren-Ausbau

Anfang April hat die Bundesregierung das „Osterpaket“ beschlossen, ein Bündel an Maßnahmen, um den Ausbau von erneuerbaren Energien in Deutschland wesentlich zu beschleunigen.

Kernpunkt des Beschlusses ist das Ziel, bereits im Jahr 2035 eine nahezu treibhausgasneutrale Inlandsstromerzeugung zu ermöglichen – 15 Jahre vor dem im EEG 2021 festgeschriebenen Ziel. Um die deutlich angehobenen Ausbaupfade zu untermauern, werden die Ausschreibungsmengen stark gesteigert. Diese Mengen auch mit dem entsprechenden Angebot zu hinterlegen, ist für die Branche mit einer enormen (positiven) Herausforderung verbunden.

Hierbei soll die EE-Branche jedoch explizit aus dem Bund Unterstützung erhalten, was sich auch im zweiten Artikel des EEGs sehr klar wiederfindet: Der Ausbau von erneuerbaren Energien liegt „im überragenden öffentlichen Interesse“ und dient „der öffentlichen Sicherheit“.
Weitere Stellschrauben zu einer Vereinfachung von Genehmigungsverfahren und des Ausbaus beinhaltet dann das im Anschluss abzuschließende „Sommerpaket“ der Bundesregierung.

Dieser enerviews skizziert die wesentlichen Eckpunkte der Novelle des EEGs, stellt die neuen Ausschreibungsmengen dar und verdeutlicht ihre Auswirkungen auf die Ausschreibungen für Photovoltaik, Wind und innovative Speichersysteme. Fragen Sie unseren enerviews hier an.

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23. März 2022

Erlösmöglichkeiten durch den Verkauf von Treibhausgas­minderungsquoten

Inverkehrbringer von Otto- und Dieselkraftstoffen sind zur Minderung der Treibhausgasemissionen ihrer Kraftstoffe verpflichtet. Um die Minderungspflicht zu erfüllen, gibt § 37a BImSchG mehrere Erfüllungsmöglichkeiten vor. Die Mineralölindustrie kann zum einen selbst emissionsarme Kraftstoffe, wie Biodiesel oder Biomethan, einsetzen. Die Minderungspflicht kann aber auch ganz oder teilweise auf Dritte übertragen werden. Mit der stellvertretenden Quotenerfüllung können sich für beispielsweise Ladesäulenbetreiber, Energieversorger und Betreiber von Wasserstofftankstellen zusätzliche Einkünfte bieten. So werden mit der Vertankung von Ladestrom an einer Ladesäule Treibhausgasminderungsquoten generiert, welche sich im Eigenvertrieb oder über einen externen Dienstleister an quotenverpflichtete
Unternehmen verkaufen lassen. Indirekt wird somit der Aufbau der klimafreundlichen Infrastruktur durch die Mineralölindustrie mitfinanziert.

In unserem enerviews+ gehen wir auf die Erlösmöglichkeiten durch den Verkauf von Treibhausgasminderungsquoten ein. Fragen Sie diesen hier an.

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22. Februar 2022

Status quo: Marktparität von PV und Onshore-Wind in Europa – Update 2022

Im Jahr 2021 stieg das Strompreisniveau an europäischen Großhandelsmärkten auf Rekordniveau. Somit liegen aktuelle Marktwerte für PV und Windenergie oberhalb ihres Vollkostenniveaus in fast allen europäischen Märkten. Gleichzeit stiegen die Investitionskosten für Windenergie- und PV-Projekte um rund 15 – 20 % an. Die sich daraus ergebenen Rückwirkungen auf die aktuelle Wirtschaftlichkeit von Wind- und PV-Projekten, außerhalb eines Förderregimes, analysieren wir auch dieses Jahr wieder in unserem Market Parity Report.

Haupttreiber des hohen Strompreisniveaus sind der stark angestiegene Preis für Erdgas in Folge eines globalen Nachfrageanstiegs sowie gestiegene Preise für CO₂-Zertifikate. Mittelfristig wird an den Terminmärkten eine Entspannung des Erdgas- und somit auch des Strompreisniveaus erwartet. Insgesamt deuten fundamentale Treiber weiterhin auf ein mittelfristig attraktives Investitionsumfeld für PPA-Projekte in europäischen Märkten hin. Angesichts eines starken Wettbewerbs um Projekte und Netzanschlusskapazitäten in etablierten Märkten, steigt das Interesse an Investitionsmöglichkeiten in ost- und südosteuropäischen Märkten.

Einen detaillierten Einblick finden Sie in unserem enerviews+. Fragen Sie diesen hier an.

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8. Februar 2022

Zusätzlicher Nutzen durch Herkunftsnachweise für Post-EEG-Anlagen

Im Jahr 2021 konnten erstmalig Erneuerbare-Energien-Anlagen nach 20 Jahren EEG-Förderung in den sog. Weiterbetrieb wechseln und ohne Förderung weiterhin grünen Strom erzeugen. Durch den Wegfall der Förderung sind diese Anlagen berechtigt, Herkunftsnachweise für Grünstrom herauszugeben, die die Grünhaftigkeit des Stromes belegen und eine Erlöskomponente darstellen.

Der Markt für Herkunftsnachweise in Europa hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt und erfährt aktuell erstmalig einen Angleich von Angebot und Nachfrage. Dies führte in den letzten Monaten zu einem Anstieg der Preise für Herkunftsnachweise und damit zu einer Möglichkeit für Post-EEG-Anlagen, die Zusatzerlöse zu erhöhen. Ein genauer Blick auf die tatsächlich herausgegebenen Mengen von Herkunftsnachweisen aus Deutschland deutet jedoch darauf hin, dass viele Betreiber von Post-EEG-Anlagen die Möglichkeit der Herausgabe von Herkunftsnachweisen nicht wahrnehmen.

Einen Überblick über die letztjährigen Entwicklungen im HKN-Markt und daraus resultierende Nutzenpotenziale für Betreiber von Post-EEG-Anlagen finden Sie in unserem enerviews+. Fragen Sie diesen hier an.

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18. Januar 2022

Koalitionsvertrag 2021 – 2025

SPD, Grüne und FDP haben Ende November den Koalitionsvertrag 2021 – 2025 unterzeichnet. Zu den wesentlichen Schwerpunkten des neuen Regierungsbündnisses zählt, neben der Gesundheitspolitik, die Klima- und Energiepolitik. Sehr prominent wird bereits in der Präambel der 177 Seiten umfassenden Grundlage des Regierungshandels klargestellt, dass die Erreichung der Pariser Klimaschutzziele oberste Priorität hat und die Energiewende „unter Beseitigung aller Hemmnisse“ bis 2030 konsequent beschleunigt werden soll. Unterlegt wurden die hohen energiewirtschaftlichen Ambitionen Anfang 2022 in der Eröffnungsbilanz Klimaschutz des BMWi.

Basierend auf aktuellen Einschätzungen zur Strommarktentwicklung und unter Berücksichtigung der im Koalitionsvertrag skizzierten energiewirtschaftlichen Zielwerte 2030, untersucht dieser enerviews die Auswirkungen auf die Strompreis- und Strommarktentwicklung am deutschen Großhandelsmarkt bis 2030.

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2. Dezember 2021

„Echter“ Grünstrom für Kunden: EVU als Drehscheibe für PPA & HKN

Große Stromverbraucher setzen sich ehrgeizige Ziele für ihren Grünstromverbrauch und definieren dafür zunehmend strikte Qualitätskriterien. Die Treiber dieser Entwicklung sind vor allem Shareholder-Vorgaben und Anforderungen aus Lieferketten. Dabei steht die Zusätzlichkeit im Fokus, das heißt: Es wird „echter“ Grünstrom aus neuen, ungeförderten EE-Erzeugungsanlagen, ggf. mit regionaler Herkunft, nachgefragt.

Energieversorger stehen somit vor der Herausforderung, die Beschaffung „echten“ Grünstroms für ihre Kunden zu organisieren und deren steigende Qualitätsanforderungen zu befriedigen.

Dieser enerviews gibt einen Überblick der möglichen Optionen für das Design von Grünstromprodukten und zeigt auf, dass der Abschluss von Power Purchase Agreements in einem enger werdenden Markt für Grünstrom mit spezifischen Qualitätsanforderungen zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor werden dürfte.

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Interesse an diesem Thema? Nehmen Sie an unserem Online-Seminar am 20. Januar 2022 teil!

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World Energy Outlook 2021

Der World Energy Outlook (WEO) ist die jährlich erscheinende Publikation der Internationalen Energieagentur (IEA), in der mittel- und längerfristige Prognosen auf die globale Energieversorgung gegeben werden. Die Prognosen sind, auch für enervis, maßgebliche Quellen und anerkannte Bewertungsgrundlagen für Preisentwicklungen auf den weltweiten Energie- und Strommärkten. Der diesjährige WEO 2021 ist komplett auf die globalen Klimaziele ausgerichtet und versteht sich als Handlungsempfehlung zur Weltklimakonferenz 2021 COP26 in Glasgow.

Dieser enerviews untersucht unter Verwendung einer aktuellen enervis Strommarktmodellierung die Auswirkungen der in den vier Szenarien des WEO unterstellten Commodity- und CO₂-Preisprojektionen auf die Strompreisentwicklung am deutschen Großhandelsmarkt und die Implikationen auf die Laufzeit von Kohlekraftwerken, den (modellendogenen) EE-Zubau und die CO₂-Emissionen der Stromerzeugung.

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19. Oktober 2021

Temporäre Preisfixierung in Direktvermarktungsverträgen

In den letzten Monaten sind die Strompreise stark angestiegen. Diese Entwicklung zeigt sich ebenfalls auf den Terminmärkten, wo Höchststände erreicht wurden. Für Betreiber von Erneuerbaren-Energien-Anlagen sind das gute Nachrichten, da im Marktprämienmodell von Marktwerten, die über dem anzulegenden Wert liegen, profitiert werden kann. Denn wenn die Photovoltaik- oder Wind-Onshore-Marktwerte über dem ursprünglichen Fördersatz (anzulegender Wert) liegen, fallen – bei entsprechender Gestaltung des Direktvermarktungsvertrages – Zusatzerlöse an. Aus dieser Situation heraus bieten nun vermehrt Direktvermarkter ihren Kunden temporäre Preisfixierungen an, womit die Zusatzerlöse schon jetzt abgesichert werden können.

Vor diesem Hintergrund erhalten Sie in dieser enerviews+-Ausgabe exklusive Einblicke in die aktuelle Marktsituation, die Handlungsoptionen für Anlagenbetreiber und eine Methodik zur Bewertung von Angeboten zur temporären Preisfixierung in Direktvermarktungsverträgen.

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Kohleausstieg in Deutschland

Seit dem beschlossenen Kohleausstieg wurden bereits drei Ausschreibungen zur Stilllegung von Kohlekraftwerkskapazitäten durchgeführt. Im Oktober folgt die vierte Runde. Im Zuge dessen stellen sich für Betreiber von Kohlekraftwerken eine Vielzahl an Fragen: Wie lange kann das Kohlekraftwerk noch betrieben werden, insbesondere vor dem Hintergrund der aufkommenden Diskussion eines früheren Ausstiegs? Welche Erlöse lassen sich bis dahin am Strommarkt erzielen und mit welchen Erlösen kann man bei einer Teilnahme an der Ausschreibung rechnen? Und schlussendlich, wie bewerte ich die Position des Kraftwerks im Vergleich zu den Wettbewerbern und welche Erfolgsaussichten hat eine Teilnahme an der Auktion?

Vor diesem Hintergrund erhalten Sie in dieser enerviews+-Ausgabe exklusive Einblicke in die Ergebnisse der letzten Ausschreibungsrunden, sowie in die erwartete Projektpipeline für den kommenden Gebotstermin.

Nach anfänglichem Wettbewerb in den ersten beiden Runden, war die letzte Runde unterzeichnet. Es wurde erstmals der maximale Höchstpreis i.H.v. 155.000 €/MW erzielt. Andererseits gab es in den letzten beiden Runden aber auch jeweils mindestens ein Kraftwerk, das mit 0 €/MW bezuschlagt wurde. Dies verdeutlicht sowohl die Heterogenität des Kraftwerkparks, als auch die unterschiedlichen Erwartungen der Betreiber an die Zukunft der Energiewirtschaft in Deutschland. Zudem weist die Bandbreite an abgegebenen Geboten indikativ auch eindrucksvoll auf den Optimierungsspielraum in den Ausschreibungen hin. In der kommenden Runde könnte eines von 14 Großkraftwerken das Volumen von 433 MW jeweils alleine füllen. Hinzu kommen noch 77 weitere Kraftwerke, die potentiell teilnehmen könnten.

Einen detaillierten Einblick in die Historie der Kohlestilllegungsausschreibungen, sowie einen Ausblick auf die kommende Runde finden Sie in unserem enerviews+. Fragen Sie diesen hier an.

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31. August 2021

Gaspreise im Fokus – Fit for 50?

Niedrige Speicherfüllstände in Europa, Unsicherheiten über NordStream 2 und die kühle Witterung haben die Gaspreise im Griff. Weiterhin wird die Konvergenz der weltweiten Gaspreise zunehmend spürbar und Asien übt einen deutlichen Einfluss aufgrund der Nachfrage nach LNG aus. In der Folge sind die Gaspreise in Europa äußerst fest.

Die derzeit zu beobachtende massive Backwardation am Terminmarkt von bis zu 15 €/MWh deutet darauf hin, dass es sich hier um einen kurzfristigen Effekt handelt und der Markt diesem keine fundamentale Bedeutung beimisst.

Dennoch steht die kalte Jahreszeit vor der Tür und das Preisniveau rechtfertigt kaum Einspeisungen auf Basis des Spotmarktes im Vergleich zum kommenden Winterpreis. Es ist daher davon auszugehen, dass die Speicherfüllstände zu Beginn der Heizperiode auf einem historischen Tiefststand sein werden.

Sind wir schon bereit für 50 €/MWh – fit for 50? Wie ist die Lage für den kommenden Winter einzuschätzen? In unserem enerviews+ informieren wir Sie über die aktuelle Situation. Fragen Sie hier den ausführlichen enerviews+ an.

Für weitere Informationen und Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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