Seit dem beschlossenen Kohleausstieg wurden bereits drei Ausschreibungen zur Stilllegung von Kohlekraftwerkskapazitäten durchgeführt. Im Oktober folgt die vierte Runde. Im Zuge dessen stellen sich für Betreiber von Kohlekraftwerken eine Vielzahl an Fragen: Wie lange kann das Kohlekraftwerk noch betrieben werden, insbesondere vor dem Hintergrund der aufkommenden Diskussion eines früheren Ausstiegs? Welche Erlöse lassen sich bis dahin am Strommarkt erzielen und mit welchen Erlösen kann man bei einer Teilnahme an der Ausschreibung rechnen? Und schlussendlich, wie bewerte ich die Position des Kraftwerks im Vergleich zu den Wettbewerbern und welche Erfolgsaussichten hat eine Teilnahme an der Auktion?
Vor diesem Hintergrund erhalten Sie in dieser enerviews+-Ausgabe exklusive Einblicke in die Ergebnisse der letzten Ausschreibungsrunden, sowie in die erwartete Projektpipeline für den kommenden Gebotstermin.
Nach anfänglichem Wettbewerb in den ersten beiden Runden, war die letzte Runde unterzeichnet. Es wurde erstmals der maximale Höchstpreis i.H.v. 155.000 €/MW erzielt. Andererseits gab es in den letzten beiden Runden aber auch jeweils mindestens ein Kraftwerk, das mit 0 €/MW bezuschlagt wurde. Dies verdeutlicht sowohl die Heterogenität des Kraftwerkparks, als auch die unterschiedlichen Erwartungen der Betreiber an die Zukunft der Energiewirtschaft in Deutschland. Zudem weist die Bandbreite an abgegebenen Geboten indikativ auch eindrucksvoll auf den Optimierungsspielraum in den Ausschreibungen hin. In der kommenden Runde könnte eines von 14 Großkraftwerken das Volumen von 433 MW jeweils alleine füllen. Hinzu kommen noch 77 weitere Kraftwerke, die potentiell teilnehmen könnten.
Einen detaillierten Einblick in die Historie der Kohlestilllegungsausschreibungen, sowie einen Ausblick auf die kommende Runde finden Sie in unserem enerviews+. Fragen Sie diesen hier an.
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