Commodities und Strompreise

Seit 2018 befindet sich der Gaspreis im Sinkflug. Der CO2-Preis notiert seit geraumer Zeit wieder deutlich über 20 €/t. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch im Börsenstrompreis und in der Profitabilität der unterschiedlichen Stromerzeugungstechnologien wider.

Allerdings gehen viele Commodity-Preisprognosen von langfristig wieder deutlich steigenden Notierungen aus. Ein Blick in die Vergangenheit lässt erkennen, dass dies nicht zwangsläufig so sein muss. Eine berechtigte Frage ist demzufolge: Was passiert, wenn nichts passiert und die Commodity-Preise auch langfristig auf dem derzeitigen Level notieren?

Fundamentale Marktanalysen und Strompreisprognosen zeigen, dass die Kernenergie- und Kohleausstiegspfade in Deutschland und Europa in Verbindung mit steigenden CO2– und Brennstoffpreisen das Strompreisniveau in der Regel steigen lassen. Sollten die Commodity-Preise allerdings langfristig auf dem heutigen Niveau verharren, drückt das den Börsenstrompreis spürbar und damit u.a. die Wirtschaftlichkeit von Kohlekraftwerken und die Marktwerte Erneuerbarer sehr deutlich und empfindlich.

Die Gaspreisentwicklung ist daher einer der zentralen Treiber des künftigen Strompreisniveaus und spielt eine wesentliche Rolle bei der Profitabilität und Bewertung der Erzeugungstechnologien. Insbesondere für Kohlekraftwerke und für EE-Anlagen könnten sich in einem Szenario mit dauerhaft niedrigem Gaspreis wesentliche strategische Fragestellungen mit Blick auf den Weiterbetrieb, Investitionsstrategien und das Gebotsverhalten in den jeweiligen Auktionen (Stilllegung bei Steinkohle, Zubau bei EE) neu stellen.

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