Am 26. Juli 2023 hat die Bundesregierung die lang ersehnte Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie beschlossen. Erfahren Sie in diesem enerviews alles Wichtige zu den neuen Vorhaben.
Die aktualisierte Strategie präzisiert die Rolle des Wasserstoffs in verschiedenen Sektoren und zeigt auf, wie ein nachhaltiger Wasserstoffmarkt bis 2030 und darüber hinaus aufgebaut wird. Insgesamt werden hierfür rund 80 kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen formuliert.
Bis 2030 liegt der Fokus auf der Industrie und dem Verkehr, einschließlich innovativer Anwendungen und Förderprogrammen im Luft- und Schiffsverkehr. Die Zukunft der Wärmeerzeugung im Gebäudesektor steht erst nach 2030 auf dem Plan. Flexibel steuerbare Wasserstoff-Kraftwerke spielen eine Schlüsselrolle im Stromsektor, hierfür sollen bald die ersten Ausschreibungen zum Bau und zur Umrüstung von Kapazitäten anlaufen.
Das Ausbauziel für die nationale Elektrolysekapazität im Jahr 2030 wird von 5 GW auf mindestens 10 GW erhöht, dies soll durch weitere Förderprogramme und verkürzte Genehmigungsverfahren ermöglicht werden. Der Bedarf an Grünstrom für die Wasserstoffproduktion erhöht sich damit auf etwa 40 TWh.
Ein mindestens 1.800 km langes Wasserstoffnetzwerk soll Produzenten mit Verbrauchern bis 2027/2028 verbinden. Eine Importstrategie sichert die Verfügbarkeit von grünem, blauem, türkisem und orangenem Wasserstoff aus dem Ausland, während Deutschland gleichzeitig ambitionierte Nachhaltigkeitsstandards und Zertifizierungssysteme für Wasserstoff mitentwickeln möchte.
Wasserstoff und seine Derivate sind Schlüsselakteure in der Dekarbonisierung des Energiesystems und bei der Erreichung der deutschen Klimaschutzziele. Die Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie konkretisiert den Weg dorthin und signalisiert ein gestiegenes Ambitionsniveau.
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