Förderbedarf für die Umstellung von Kohlekraftwerken auf Biomasse

Mit der Verabschiedung des Kohleverstromungsbeendigungs- gesetzes (KVBG) hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung beauftragt, bis zum Ende des Jahres 2020 Förderrichtlinien zur Umrüstung von Steinkohlekraftwerken auf klimaneutrale Brennstoffe/Biomasse auszuarbeiten. Umstellungen dieser Art sind technisch vergleichsweise zügig und kostengünstig realisierbar und haben sich im europäischen Ausland bereits bewährt. Die klimaneutrale Strom- und Wärmerzeugung der Anlagen auf Basis gesicherter Leistung kann einen erheblichen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Deutschland leisten.

Für eine Umstellung auf Biomassebetrieb bedarf es einem geeigneten Förderungsrahmen, da die durch die Umrüstung verursachten Kosten aktuell nicht durch die Erlöse am Strommarkt allein gedeckt werden können. Nach entsprechender Umrüstung haben diese Anlagen durchschnittliche Kosten der Stromproduktion (sog. Stromgestehungskosten) von etwa 10,5 bis 12 ct/kWh.

Im Auftrag der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, der Onyx-Power Germany GmbH und der Enviva Management Germany GmbH wurde durch enervis eine Kurzstudie dazu erstellt.

Studienergebnisse

Methodisch wurden im Rahmen der Studie die Kosten für vier Referenzkraftwerke bei Umstellung auf Biomasse im Jahr 2026 ermittelt. Als Fördermechanismus wurde ein sogenannter Differenzvertrag (Contract for Difference – CfD) betrachtet. Kernelement ist dabei ein Referenzpreis für den Strom. Liegt der Börsenstrompreis unterhalb dieses Referenzpreises, wird die Differenz als Förderung gewährt.

Liegt der Börsenstrompreis darüber, zahlt der Betreiber die Differenz zurück. Die Stromgestehungskosten umgerüsteter Anlagen liegen den Ergebnissen zufolge bei 10,5 bis 12 ct/kWh, an denen sich die in einem CfD festzulegende Höhe des „Strike-Price“ orientieren würde.

Produktinfo

Was können wir für Sie tun?

Sie haben Fragen zu diesem oder einem anderen Thema? Wir helfen Ihnen gerne weiter und freuen uns von Ihnen zu hören. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

Ihr Ansprechpartner

Julius Ecke
Tel. +49 (0)30 695175-0
E-Mail: julius.ecke@enervis.de

Array ( [0] => 15857 [1] => 15824 [2] => 15772 [3] => 15770 [4] => 15664 [5] => 15457 [6] => 14794 [7] => 14774 [8] => 14751 )

Weitere Themen

Emerging renewable markets in Central Eastern and South East Europe

With current dynamics of European regulation regarding higher climate targets, Central Eastern and South East European countries face a growing need for re-structuring of their often …

Studie: The Green Pool – A concept for decarbonizing the electro-intensive industry of Greece

Um den Übergang zur Klimaneutralität bis 2050 im Sinne des EU Green Deals zu erleichtern, sind sektorübergreifende Anstrengungen erforderlich. Elektrointensive Industrien können einen …

Energiewirtschaft verstehen – Strategien für die Vermarktung von EE-Strom

BWE-Online-Seminar
11. – 12.05.2021
Referent enervis: Fritz …